Rufnummernmitnahme
(Portierung)
Wie sie funktioniert – und warum sie
manchmal länger dauert
Die eigene Rufnummer gehört für viele Kunden
zu den wichtigsten Bestandteilen ihres Mobilfunkvertrags. Der Wunsch, sie
weiterzunutzen, ist daher absolut nachvollziehbar. Die Rufnummernmitnahme
funktioniert in den meisten Fällen problemlos – dennoch kann es zu
Verzögerungen kommen. Dieses Modul erklärt verständlich, wie der Prozess
funktioniert, warum er manchmal länger dauert und was Kunden selbst beitragen
können.
1. Was bei einer Portierung eigentlich
passiert
Eine Rufnummernmitnahme ist technisch kein
einfacher „Umzug“.
Sie besteht aus mehreren Schritten und immer mehreren Beteiligten:
– dem Kunden
– dem bisherigen Anbieter
– dem neuen Anbieter
– dem technischen Mobilfunknetz
Die Rufnummer wird aus einem bestehenden
Vertrag herausgelöst und anschließend in den neuen Vertrag eingebunden. Dieser
Vorgang ist standardisiert, aber extrem datenabhängig.
Schon kleine Abweichungen führen dazu, dass
der Prozess gestoppt oder zurückgewiesen wird.
2. Warum korrekte Daten so entscheidend
sind
Die häufigste Ursache für Ablehnungen oder
Verzögerungen sind nicht technische Fehler, sondern:
– abweichende Schreibweisen
– unterschiedliche Namensformen
– fehlende Zusätze (z. B. GmbH, e. K., „& Co. KG“)
– falsches oder abweichendes Geburtsdatum
– unterschiedliche Ansprechpartner (bei Firmenverträgen)
– fehlerhafte Kundennummern
Die Systeme prüfen ausschließlich, ob die
Daten exakt mit denen des alten Anbieters übereinstimmen.
Schon minimale Unterschiede führen zur
Ablehnung – selbst ein fehlender Bindestrich kann genügen.
In solchen Fällen muss der Prozess pausiert
werden, bis die korrekten Daten geklärt oder neu übermittelt wurden.
3. Wie lange eine Portierung dauert
Unter idealen Bedingungen dauert eine
Rufnummernmitnahme nur wenige Tage.
In der Praxis hängt die Dauer jedoch davon ab:
– ob alle Daten vollständig passen
– wie schnell der alte Anbieter Rückmeldungen liefert
– ob Rückfragen entstehen
– ob mehrere Rufnummern gleichzeitig betroffen sind
– ob der Kunde Unterlagen oder Freigaben nachreichen muss
Wichtig:
Die Bearbeitungszeit des alten Anbieters ist nicht beeinflussbar.
Das neue Unternehmen kann diesen Prozess nicht beschleunigen, sondern nur
begleiten.
4. Warum es manchmal zu Verschiebungen
kommt
Stimmen Daten nicht oder fehlen Informationen,
stoppt der Prozess automatisch.
Es erfolgt keine Fortsetzung, bis die korrekten Daten vorliegen.
Eine Verschiebung hat einen einfachen Zweck:
Sie verhindert eine falsche oder fehlerhafte Zuordnung der Rufnummer.
Sie ist also eine Sicherheitsmaßnahme,
keine Verzögerungstaktik.
5. Was Kunden tun können, um Verzögerungen
zu vermeiden
Für einen reibungslosen Ablauf helfen:
✔ Vertragsdaten
korrekt angeben
✔ auf exakte
Schreibweisen achten
✔ Rückfragen zeitnah beantworten
✔ keine Änderungen am laufenden
Altvertrag vornehmen
✔ Freigaben für die Portierung nicht verzö
gern
Je sauberer die Datenbasis, desto schneller
erfolgt die Portierung.
6. Warum Portierungen nicht „beschleunigt“
werden können
Auch wenn der Wunsch verständlich ist –
Portierungen folgen festen, gesetzlich und technisch vorgegebenen Abläufen.
Sie können nicht:
– manuell „vorgezogen“
– umgangen
– beschleunigt
– sofort durchgeführt
werden.
Der neue Anbieter hat keinen Zugriff auf die
Systeme des bisherigen Anbieters und kann daher nur warten, bis dieser die
Freigabe erteilt.
Das Wichtigste ist eine korrekte
Datengrundlage.
Nur dann läuft der Prozess ohne Unterbrechungen.
7. Zusammenfassung
Die Rufnummernmitnahme ist ein sensibler,
datenabhängiger Prozess mit mehreren Beteiligten. Verzögerungen entstehen fast
immer durch:
– abweichende oder unvollständige Daten
– fehlende Freigaben
– Rückfragen des bisherigen Anbieters
– Abstimmungen zwischen den Systemen
Eine saubere Datenbasis und schnelle
Rückmeldungen sind der Schlüssel zu einer reibungslosen Portierung.
Fragen
für unseren Chatbot
„Warum dauert meine Rufnummernmitnahme so
lange?“
Eine Portierung kann sich verzögern, wenn die
Vertragsdaten beim alten Anbieter nicht exakt übereinstimmen oder Rückfragen
entstehen. Der Prozess ist datenabhängig und kann nicht manuell beschleunigt
werden.
„Warum wurde meine Portierung abgelehnt?“
In den meisten Fällen stimmen die
Vertragsdaten beim alten Anbieter nicht genau mit den übermittelten Angaben
überein – schon kleine Abweichungen reichen aus. Sobald die Daten korrigiert
sind, kann die Portierung fortgesetzt werden.
„Kann man die Portierung vorziehen oder
beschleunigen?“
Nein. Portierungen folgen festen technischen
Abläufen. Weder wir noch der alte Anbieter können die Prozesse manuell
beschleunigen.
„Wie lange dauert eine Rufnummernmitnahme
normalerweise?“
Unter idealen Bedingungen wenige Tage. Wenn
jedoch Daten abweichen oder Unterlagen geprüft werden müssen, kann es länger
dauern.
“Was kann ich tun, damit es schneller
geht?”
Bitte prüfen Sie, ob Ihre Vertragsdaten exakt
so angegeben wurden wie beim bisherigen Anbieter. Rückfragen sollten zeitnah
beantwortet werden, damit der Prozess nicht pausiert.
„Wird die Rufnummer automatisch
übertragen?“
Nein. Die Rufnummer wird technisch aus einem
bestehenden Vertrag herausgelöst und in den neuen Vertrag eingebunden. Dafür
müssen alle Daten exakt passen.
„Warum wurde meine Portierung verschoben?“
Verschiebungen sind eine Sicherheitsmaßnahme,
wenn Daten nicht übereinstimmen oder Unterlagen fehlen. Die Portierung wird
erst fortgesetzt, wenn die Klärung abgeschlossen ist.
„Welche Daten müssen übereinstimmen?“
Name/Firmenname, Schreibweise, Geburtsdatum,
Kundennummer und der bei Ihrem alten Anbieter hinterlegte Vertragsinhaber
müssen exakt stimmen.